Einen aktuellen "Steckbrief" der Sektion
(erschienen in: Ze-phir 2024/2) finden Sie hier.
Sie können sich hier das Positionspapier der Sektion herunterladen.
Weitere Informationen zur Sektion finden Sie hier.
In der Zeitschrift "Sport und Gesellschaft" ist soeben als Heft 2 (Bd. 21) das Schwerpunktheft "Anthropologie in der Sportwissenschaft" erschienen. Es enthält drei wissenschaftliche Artikel, die sich mit der anhaltenden Bedeutung der philosophischen Anthropologie für die Sportwissenschaft auseinandersetzen:
Das Heft finden Sie hier.
29.09.2025, MÜNSTER
Die Sektion Sportphilosophie veranstaltet auf dem diesjährigen dvs-Hochschultag in Münster am 19.09.25 von 10:00 bis 11:30 Uhr ein Symposium zum Thema „Kritische Sportwissenschaft als Reflexionsform der Gegenwart“. Das Symposium hat die Nummer AK 7.5 und findet im „Raum Oldenburg“ (S 10) statt.
Die Referent:innen des Symposiums sind:
Tobias Arenz (DSHS Köln): Gegen-Spiele. Versuch, einen anderen Sport zu denken
Franz Bockrath (TU Darmstadt): Körperfremdheit – revisited
Micòl Feuchter (Univ. Bremen): Postkoloniale Perspektiven in der und auf die Sportwissenschaft
Robert Gugutzer (GU Frankfurt): Rettung der Vielfalt der Phänomene. Phänomenologie als Kritik für eine reflexive Sportwissenschaft
Denise Temme (Univ. Bochum): Tanz im Sportunterricht: Notwendige Domestizierung oder reines Verlustgeschäft?
22.-23.11.2024, BOCHUM
Jahrestagung der dvs-Sektionen Sportphilosophie und Sportgeschichte
Sport gilt gemeinhin als jener gesellschaftliche Bereich, in dem das für die moderne Gesellschaft charakteristische Leistungsdenken und die daraus resultierende Erfolgsorientierung besonders stark ausgeprägt sind. Wer Sport treibt, allein oder im Team, auf Hochleistungs- oder Breitensportniveau, will etwas erreichen, vorankommen, will besser werden und vor allem: gewinnen. Im Sport zählt vor allem der Sieg. Anerkennung und Aufmerksamkeit, Ruhm und finanzielle Entlohnung erhalten nur die Sieger. Dass es diese nur gibt, weil es Verlierer gibt, ist bekannt. Niederlagen, Misserfolge und Scheitern sind gleichermaßen integrale Bestandteile des Sports. Womöglich geben Letztere dabei sogar besser Auskunft über das ‚Wesen' des Sports als die vorherrschende Fokussierung auf das Gewinnen und den Erfolg. Denn was sagt es aus über den Sport, dass Verlieren und Scheitern wie selbstverständlich negativ konnotiert sind? Warum kennt der Sport, anders als beispielsweise die Kunst oder die postmoderne Arbeitswelt, keine „Kultur des Scheiterns“? Ist jedes Verlieren auch gleichbedeutend mit Scheitern? Kann man nicht auch im sportlichen Erfolg Scheitern? Oder trotz eines Scheiterns sogar Gewinnen? Liegt im Scheitern gar ein Widerstandspotenzial gegen herrschende (kapitalistische, heteronormative, Macht-) Strukturen des Sports? Wenn Verlieren das faktische Ergebnis eines sportlichen Wettkampfs und Scheitern eine Zuschreibung ist, liegt es auf der Hand zu fragen: Wer nimmt diese Zuschreibung vor? Wer definiert nach welchen Kriterien ein sportliches Verhalten oder Ereignis als Scheitern? Welche historischen, kulturellen, sozialen, geschlechts- oder altersspezifischen Unterschiede der Scheiternsattribuierungen gibt es?
Prof. Dr. Robert Gugutzer (Sprecher)
Telefon: +49 69/798-245 29
E-Mail: gugutzer@sport.uni-frankfurt.de